Ein günstiges Fernstudium finden Sie am zuverlässigsten über die Gesamtkosten, nicht über die niedrigste Monatsrate. Staatliche Angebote wie die FernUniversität in Hagen sind bei akademischen Abschlüssen meist preiswerter als private Fernhochschulen. Private Anbieter verlangen höhere Studiengebühren, bieten dafür häufig engere Betreuung, mehrere Zeitmodelle und flexible Starts.
Vergleichen Sie deshalb Studiengebühren, Semesterbeiträge, Prüfungsgebühren, Reisekosten und eine mögliche Verlängerung über dieselbe Studiendauer. Für Bachelor- und Masterprogramme reicht der Kostenrahmen je nach Hochschule und Studiengang von niedrigen vierstelligen Beträgen bis über 20.000 Euro. Ein Fernlehrgang unter 100 Euro monatlich ist dagegen nicht automatisch ein akademisches Bachelor- oder Masterstudium.


Welche Fernuni ist am günstigsten?
Für einen staatlich anerkannten Hochschulabschluss gehört die FernUniversität in Hagen regelmäßig zu den günstigsten Fernunis in Deutschland. Die konkrete Summe richtet sich dort nach belegten Modulen, Regelstudienzeit und zusätzlichen Beiträgen. Bei privaten Fernhochschulen unterscheiden sich Preise stärker nach Abschluss, Studienfach und Zeitmodell.
Zu den Anbietern, die in einem Preisvergleich häufig berücksichtigt werden, gehören die Internationale Hochschule (IU), die Europäische Fernhochschule Hamburg (Euro-FH), die AKAD University, die Wilhelm Büchner Hochschule, WINGS der Hochschule Wismar und Laudius. Der bisherige Vergleich dieser Seite nennt für WINGS Gesamtkosten ab 4.752 Euro und für Laudius Angebote ab 1.340 Euro. Solche Einstiegspreise gelten nicht für jedes Bachelor- oder Masterprogramm; der ausgewählte Studiengang und der enthaltene Leistungsumfang entscheiden über den Endpreis.
Fernstudium-Kosten richtig vergleichen
Die Gesamtkosten eines Fernstudiums ergeben sich aus allen verpflichtenden Zahlungen bis zum Abschluss. Eine Monatsrate wirkt günstig, wenn die Hochschule den Vertrag über einen langen Zeitraum streckt. Rechnen Sie daher jede Rate auf die vorgesehene Studiendauer hoch und addieren Sie einmalige sowie semesterweise Gebühren.
- Studiengebühren: monatliche Raten oder Zahlungen pro Semester.
- Semester- und Verwaltungsbeiträge: zusätzliche Pflichtbeträge außerhalb der beworbenen Rate.
- Prüfungsgebühren: Kosten für Klausuren, Wiederholungen, Abschlussprüfung oder Zeugnis, sofern sie nicht im Paket enthalten sind.
- Präsenz und Reisen: Fahrt, Unterkunft und Verpflegung bei Prüfungen oder Seminaren vor Ort.
- Lernmittel und Technik: Fachbücher, Software, Laptop und Internetzugang, soweit der Anbieter diese Leistungen nicht stellt.
- Verlängerung: weitere Monats- oder Semestergebühren, wenn das Studium länger als die kostenfreie Betreuungszeit dauert.
Die Vergleichsgröße lautet: Gesamtkosten bis zum Abschluss geteilt durch die Zahl der Studienmonate. Prüfen Sie zusätzlich, ob eine schnellere Zahlung Skonto bringt oder ein längeres Zeitmodell zwar die Rate senkt, aber die Gesamtsumme erhöht.
Günstige Bachelor- und Master-Fernstudiengänge
Ein günstiges Bachelor-Fernstudium und ein günstiges Master-Fernstudium müssen getrennt verglichen werden, weil Studiendauer, Zugangsvoraussetzungen und Leistungspunkte voneinander abweichen. Im bestehenden Anbietervergleich liegen private Bachelorprogramme je nach Hochschule und Fach ungefähr zwischen 4.752 und 19.120 Euro; private Masterprogramme reichen ungefähr von 6.960 bis 19.500 Euro.
Die genannten Spannen dienen als Orientierung für die bereits erfassten Programme. Vor einer Anmeldung zählt ausschließlich die aktuelle Gebührenübersicht des konkreten Studiengangs. Achten Sie dabei auf die Bezeichnungen Bachelor, Master, MBA, Hochschulzertifikat und Fernlehrgang: Ein günstiger Zertifikatskurs ersetzt keinen akademischen Abschluss.
Fernstudium unter 100 Euro monatlich
Ein Fernstudium unter 100 Euro monatlich finden Sie vor allem bei Fernlehrgängen und Zertifikatskursen. Der bisherige Vergleich nennt Laudius-Kurse ab 59 Euro pro Monat und einzelne Kurse der Fernakademie für Erwachsenenbildung ab 78 Euro pro Monat. Ob Lernmaterial, Betreuung und Prüfungen in dieser Rate enthalten sind, steht in den jeweiligen Vertragsbedingungen.
Bei akademischen Studiengängen sinkt die rechnerische Monatsbelastung durch längere Laufzeiten, Rabattaktionen oder Einmalzahlungen gelegentlich unter 100 Euro. Diese Zahl sagt ohne Gesamtkosten und Abschlussart wenig aus. Wer gezielt einen Bachelor oder Master sucht, sollte deshalb zuerst den Abschluss filtern und erst danach nach Monatsrate sortieren.
Ein gebührenfreies oder weitgehend kostenloses Angebot gehört zu einer anderen Suchabsicht. Welche Möglichkeiten dafür bestehen, erklärt der Ratgeber zum kostenlosen Fernstudium.
Staatliche oder private Fernhochschule?
Eine staatliche Fernhochschule passt zu Studierenden, die einen akademischen Abschluss mit niedrigen Gebühren suchen und ihr Studium weitgehend selbst organisieren. Eine private Fernhochschule passt zu Studierenden, die feste Betreuung, mehrere Starttermine oder ein bestimmtes flexibles Zeitmodell benötigen und dafür ein höheres Budget einplanen.
Ein staatliches Angebot passt nicht, wenn der gewünschte Studiengang dort fehlt oder die vorgesehene Studienorganisation nicht mit Beruf und Familie vereinbar ist. Ein privates Angebot passt nicht, wenn die Gesamtkosten das verfügbare Budget überschreiten oder eine niedrige Rate nur durch eine zu lange Vertragsdauer entsteht. Die Anerkennung hängt nicht von „staatlich oder privat“ allein ab, sondern von Hochschule, Studiengang und Abschluss.
Finanzierung senkt die eigene Belastung
Finanzierung verändert nicht den Listenpreis, aber den Betrag, den Sie selbst tragen. Fördermöglichkeiten umfassen je nach persönlicher Situation BAföG, Aufstiegs-BAföG, Stipendien, Unterstützung des Arbeitgebers und steuerlich ansetzbare Weiterbildungskosten. Ein Studienkredit verteilt Zahlungen über die Zeit, erhöht durch Zinsen jedoch die Gesamtkosten.
Rabatte und Skonto senken den Preis nur dann, wenn die Bedingungen zum geplanten Studienverlauf passen. Ein hoher Nachlass verliert seinen Vorteil, wenn ein Abbruch teuer wird oder eine Einmalzahlung die finanzielle Reserve aufbraucht. Lassen Sie sich deshalb den Endbetrag einschließlich aller Pflichtgebühren schriftlich ausweisen.
Checkliste für ein wirklich günstiges Fernstudium
- Gewünschten Abschluss und Studiengang festlegen.
- Staatliche und private Hochschulen mit demselben Abschluss vergleichen.
- Monatsraten auf die komplette Studiendauer hochrechnen.
- Semesterbeiträge, Prüfungen, Reisen, Lernmittel und Verlängerung addieren.
- Rabatte, Förderungen und steuerliche Wirkung getrennt vom Listenpreis prüfen.
- Vertragsbedingungen für Pause, Kündigung und kostenfreie Verlängerung lesen.
Das günstigste Fernstudium ist das Programm mit den niedrigsten passenden Gesamtkosten bis zum gewünschten Abschluss. Fordern Sie für Ihre engere Auswahl aktuelles Infomaterial an und vergleichen Sie die ausgewiesenen Leistungen auf derselben Grundlage.

