Ein reines Epidemiologie Fernstudium mit eigenem Abschluss bieten deutsche Hochschulen derzeit kaum an. Epidemiologie wird vor allem als weiterbildender Master studiert, oft berufsbegleitend mit Blockveranstaltungen vor Ort. Wer ortsunabhängig lernen möchte, findet im Fernstudium Public Health mit Schwerpunkten in Epidemiologie und Biostatistik die naheliegende Alternative.


Welche Studienwege gibt es?
- Postgradualer Master Epidemiology der Universitätsmedizin Mainz: berufsbegleitend, modular aufgebaut, 60 ECTS. Die Basismodule finden im ersten Semester als ganztägige Blockveranstaltungen statt. Die Studiengebühren liegen laut Universitätsmedizin bei 7.000 Euro, Ratenzahlung ist möglich.
- Master of Science in Epidemiology an der Berlin School of Public Health (Charité): englischsprachig, in Vollzeit oder Teilzeit, für Berufstätige mit Erfahrung. Einzelne Module lassen sich auch extern belegen und werden nach ECTS abgerechnet.
- Fernstudium Public Health: Mehrere private Fernhochschulen bieten Bachelor und Master in Public Health an. Epidemiologie, Biostatistik und Gesundheitsberichterstattung sind dort feste Bestandteile.
Studieninhalte
Epidemiologie untersucht, wie Krankheiten in der Bevölkerung verteilt sind und welche Faktoren sie beeinflussen. Im Studium lernen Sie unter anderem:
- Studiendesigns wie Kohorten-, Fall-Kontroll- und Querschnittsstudien
- Biostatistik und Auswertung mit Statistiksoftware
- Infektionsepidemiologie und Surveillance
- Epidemiologie chronischer Erkrankungen
- Klinische Forschung und Studienplanung
- Prävention und Gesundheitsberichterstattung
Voraussetzungen
Die weiterbildenden Master setzen einen ersten Hochschulabschluss voraus, meist in Medizin, Natur-, Gesundheits- oder Sozialwissenschaften. In Mainz sind mindestens 240 ECTS mit einer Note von mindestens 3,0 gefordert. Gute Englischkenntnisse sind wichtig, da Fachliteratur und teils der Unterricht englischsprachig sind. Für ein Fernstudium Public Health im Bachelor genügt dagegen Abitur, Fachhochschulreife oder eine berufliche Qualifikation.
Kosten und Dauer
| Angebot | Umfang | Kosten |
|---|---|---|
| Uni Mainz, M.Sc. Epidemiology | 60 ECTS, berufsbegleitend | 7.000 Euro laut Universitätsmedizin |
| Charité BSPH, M.Sc. Epidemiology | Vollzeit oder Teilzeit | Module extern ab 250 Euro je ECTS |
| Fernstudium Public Health (privat) | Bachelor oder Master | je nach Hochschule und Zeitmodell |
Ein berufsbegleitender Master dauert je nach Umfang und Tempo meist zwei bis vier Jahre. Studiengebühren für eine berufliche Weiterbildung sind in der Regel steuerlich absetzbar.
Beruf und Perspektiven
Epidemiologen arbeiten in Gesundheitsämtern, Landes- und Bundesbehörden, in Forschungsinstituten und Universitätskliniken, in der pharmazeutischen Industrie, bei Krankenkassen und in der Versorgungsforschung. Typische Aufgaben sind die Planung und Auswertung von Studien, die Überwachung von Infektionsgeschehen und die Beratung von Politik und Verwaltung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann man Epidemiologie im Fernstudium studieren?
Als reines Fernstudium kaum. Üblich sind berufsbegleitende Master mit Präsenzblöcken oder ein Fernstudium Public Health mit Epidemiologie als Schwerpunkt.
Was kostet ein Master in Epidemiologie?
Der berufsbegleitende Master der Universitätsmedizin Mainz kostet laut Hochschule 7.000 Euro.
Welche Voraussetzungen gelten?
Ein erster Hochschulabschluss, meist in Medizin, Natur-, Gesundheits- oder Sozialwissenschaften, dazu gute Englischkenntnisse.
Wo arbeiten Epidemiologen?
In Gesundheitsämtern und Behörden, in der Forschung, an Kliniken, in der Industrie und bei Krankenkassen.
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