Meteorologie Fernstudium 2026: Wege, Dauer & Kosten

 Autorin: Natascha Petrow | Gutachter: Sven Schmidt | Mitwirkender: Marcel Söder | Redakteurin: Petra Klein


Ein Meteorologie Fernstudium mit eigenem, staatlich anerkanntem Bachelor oder Master gibt es in Deutschland praktisch nicht. Meteorologie ist ein physikalisch geprägtes Fach mit Laboren, Messpraktika und viel Mathematik und wird an Universitäten in Präsenz studiert, etwa in Hamburg oder am Karlsruher Institut für Technologie. Daneben führt ein dreijähriges duales Studium beim Deutschen Wetterdienst zum Diplom-Meteorologen (FH).

Wer neben dem Beruf einsteigen möchte, kann verwandte Fernstudiengänge wie Umwelt- oder Geowissenschaften wählen oder einzelne Weiterbildungen belegen. Berufsbegleitend Meteorologe werden ist damit aber in der Regel nicht möglich.

Kann man Meteorologie im Fernstudium studieren?

Staatliche und private Fernhochschulen in Deutschland bieten Meteorologie derzeit nicht als eigenen Studiengang an. Der Grund liegt im Aufbau des Fachs: Die ersten Semester bestehen vor allem aus Mathematik, Experimentalphysik und theoretischer Physik, später folgen Atmosphärendynamik, Thermodynamik, Strahlung, Wettervorhersage und numerische Modelle. Messpraktika, Wetterbeobachtung und Labore lassen sich schwer aus der Ferne abbilden.

Ein professioneller Meteorologe im weißen Laborkittel analysiert hochmoderne Wetterüberwachungsbildschirme und Radaranzeigen in einem technisch fortschrittlichen Kontrollraum, der vom bläulichen Schein der Monitore beleuchtet wird.

Vorsicht bei Online-Angeboten, die ein „Diplom“ in Meteorologie versprechen: Prüfen Sie, ob die Hochschule staatlich anerkannt und der Abschluss akkreditiert ist. Für eine Stelle beim Wetterdienst oder in der Forschung zählen nur anerkannte Abschlüsse.

Welche Wege führen zum Meteorologen?

  • Bachelor und Master an einer Universität: Bachelor of Science in Meteorologie oder Meteorologie und Klimaphysik, meist sechs Semester, danach ein Master mit vier Semestern. Für Forschung und viele Fachstellen ist der Master üblich.
  • Duales Studium beim Deutschen Wetterdienst: Laufbahnausbildung für den gehobenen Dienst an der Hochschule des Bundes mit dem Abschluss Diplom-Meteorologin oder Diplom-Meteorologe (FH). Auch der Geoinformationsdienst der Bundeswehr bildet so aus.
  • Quereinstieg über Physik: Wer Physik oder ein verwandtes Fach studiert hat, kann einen Master in Meteorologie anschließen.

Laut Hochschule des Bundes, Fachbereich Wetterdienst ist der Abschluss „Diplom, äquivalent zu B.Sc.“, und weiter: „Ihr Vorbereitungsdienst dauert 3 Jahre.“ Für die Wetterberatung erwerben Absolventen nach dem Studium zusätzlich eine Wetterberatungslizenz, so der Deutsche Wetterdienst.

Welche Voraussetzungen gelten?

Für den Bachelor an einer Universität brauchen Sie die allgemeine Hochschulreife oder eine fachgebundene Hochschulreife beziehungsweise eine gleichwertige berufliche Qualifikation. Einige Universitäten haben einen Numerus clausus oder ein Auswahlverfahren. Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik sowie Englisch für Fachliteratur sind wichtiger als jede formale Hürde.

Für das duale Studium beim DWD reicht die Fachhochschulreife. Sie werden dabei Beamtin oder Beamter auf Widerruf und erhalten während der drei Jahre Anwärterbezüge. Später arbeiten viele im Schichtdienst, etwa in der Flugwetterberatung.

Welche Fernstudiengänge sind eine Alternative?

Wer sich für Wetter und Klima interessiert und berufsbegleitend studieren möchte, findet verwandte Angebote:

  • Umweltwissenschaften im Fernstudium mit Klima, Ökologie und Umweltrecht
  • Geowissenschaften im Fernstudium mit Bezug zu Atmosphäre, Boden und Wasser
  • Weiterbildungen und Zertifikate zu Klimawandel, Klimaanpassung oder Energiemeteorologie

Diese Studiengänge führen nicht zum Beruf des Meteorologen, sind aber für Tätigkeiten im Umwelt- und Klimaschutz, in Behörden, in der Energiebranche oder in der Beratung hilfreich.

Was lernt man im Meteorologie Studium?

Typische Inhalte eines Präsenzstudiums sind:

  • Mathematik, Experimentalphysik und Theoretische Physik
  • Physik und Chemie der Atmosphäre, Thermodynamik und Strahlung
  • Atmosphärendynamik und synoptische Meteorologie
  • Wetterbeobachtung, Messtechnik und Fernerkundung
  • Numerische Wettervorhersage und Klimamodellierung
  • Programmierung und Datenanalyse
  • Klimatologie und Klimawandel

Wie lange dauert es und was kostet es?

Ein Bachelor an einer staatlichen Universität dauert in der Regel sechs Semester, ein anschließender Master vier Semester. Studiengebühren fallen an staatlichen Universitäten in den meisten Bundesländern nicht an, Sie zahlen nur den Semesterbeitrag. Das duale Studium beim DWD dauert drei Jahre und ist kostenlos, Sie werden dafür bezahlt.

Die oft genannten Fernstudiengebühren für Meteorologie beziehen sich meist auf nicht anerkannte Online-Kurse. Für anerkannte Fernstudiengänge in Umwelt- oder Geowissenschaften gelten die Gebühren der jeweiligen Hochschule.

Was macht man mit einem Meteorologie Studium?

Meteorologen arbeiten beim Deutschen Wetterdienst und beim Geoinformationsdienst der Bundeswehr, in privaten Wetterdiensten, in der Flugwetterberatung, in Forschung und Klimamodellierung, bei Energieversorgern für Wind- und Solarprognosen, in Versicherungen, in Umweltbehörden und in den Medien.

Vergleichen Sie Ihre Optionen gründlich, bevor Sie sich festlegen. Infomaterial zu Fernstudiengängen in verwandten Fächern können Sie kostenlos über die Übersicht anfordern.

Kann man Meteorologie im Fernstudium studieren?

Einen staatlich anerkannten Bachelor oder Master in Meteorologie gibt es in Deutschland als Fernstudium praktisch nicht. Das Fach wird an Universitäten in Präsenz oder dual beim Deutschen Wetterdienst studiert.

Wie wird man Meteorologe ohne klassisches Studium?

Über das dreijährige duale Studium beim Deutschen Wetterdienst mit dem Abschluss Diplom-Meteorologe (FH). Dafür reicht die Fachhochschulreife.

Wie lange dauert ein Meteorologie Studium?

Der Bachelor dauert meist sechs Semester, der Master vier weitere. Das duale Studium beim DWD dauert drei Jahre.

Welche Fernstudiengänge passen für Wetter- und Klimainteressierte?

Umweltwissenschaften oder Geowissenschaften im Fernstudium sowie Weiterbildungen zu Klimawandel und Klimaanpassung.

Natascha Petrow

Natascha Petrow

Autorin

Natascha Petrow, erfahrene Lehrerin und Expertin für digitale Bildung, leitet Fernstudium Informaterial. Mit umfassendem Wissen aus ihrer langjährigen pädagogischen Tätigkeit und inspiriert durch die Herausforderungen der Corona-Krise, widmet sie sich der Aufklärung über Fernstudien und Online-Lernen. Ihre fundierten Einblicke und praktischen Tipps bieten wertvolle Orientierung für alle, die effektive und qualitativ hochwertige Fernkurse suchen.

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